Mischtechnik
Anton Buris abstrakte Teerbilder sind elegant, kraftvoll und filigran – und das meist gleichzeitig. Der Künstler hat ein mittleres Format, nämlich zwischen 30 mal 30 cm bis 100 mal 100 cm grosse Leinwände, gewählt. Grundsätzlich sind drei Bildvariationen des Werkstoffes zu erkennen:
Triptychon
Die erste Variante weist einen orange-ockerfarbenen Untergrund auf. In diesen bricht eine – besonders im Vergleich mit den beiden anderen Serien – rohe, wilde Struktur ein. Teils von kräftigen, lebhaften Pinselstrichen verwischt, zweigen sich auch hier wieder feine Strukturen ab.
Eine weitere Serie zeigt Räume von atmosphärischer Dichte; durch grossflächiges Verwischen des Teers auf dem weissen Untergrund entstehen Orte, die an Städte im Nebel oder an grosse Wasserflächen erinnern.
Einen grösseren Gegensatz zwischen pechschwarzem Teer und strahlend weisser Leinwand kann man sich fast nicht vorstellen. Filigrane, dennoch kraftvoll-elegante Linien verschränken sich, wirbeln umeinander. Feinste Tröpfchen bilden, von weitem betrachtet, hellbraun-graue Flächen, fast so, als würde sich ein Tropfen starker Kaffee in Wasser auflösen. Der lackartig glänzende Teer flutet in den weissen Raum, bildet Adern und Kapillargefässe, die in ihrer zufälligen Anordnung wie organische Traumgebilde wirken.









